[IFA] Huawei: Kirin-970-SoC mit dezidierten Einheiten für KI

In den vergangenen Jahren hat Huawei die mediale Aufmerksamkeit während der IFA gerne dazu genutzt, um mit aufwendigen Shows neue Smartphones vorzustellen. In diesem Jahr wurden an dieser Stelle jedoch kleinere Brötchen gebacken: Die neuen Modelle wurden bereits zuvor präsentiert, das nächste Highlight kommt erst in einigen Wochen.

Dennoch wollten die Chinesen nicht mit leeren Händen dastehen: Richard Yu, CEO des Herstellers, präsentierte erste Einzelheiten zum künftigen Kirin-970-SoC. Und die ließen durchaus aufhorchen.

Der kommende Smartphone-Prozessor ist im Wesentlichen eine Aktualisierung des Kirin 960. Er besteht aus zwei Vierkern-Clustern, die zum einen mit CPU-Kernen auf der Basis der ARM-Cortex-A73-Architektur basieren, zum anderen wird auf das Cortex-A53-Muster vertraut, sie arbeiten mit einer Taktgeschwindigkeit von 2,4 bzw. 1,8 GHz. Auch bei der GPU hält der Hersteller am Bewährten fest. Die Grafikeinheit stammt weiterhin von ARM, allerdings wird nun die G72 verbaut, die mit zwölf Clustern aufwartet. Das Ganze, soviel war bereits zuvor bekannt, wird in einer Strukturbreite von 10 nm gefertigt.

Die eigentlich Besonderheit des neuen Highend-SoCs ist jedoch die Integration einer zusätzlichen NPU (Neuronal Processing Unit). Dabei handelt es sich um eine Einheit, die speziell für Anwendungen mit Bereich der künstlichen Intelligenz gedacht ist und dazu eine theoretische Rechenleistung von 1,92 TFLOPS bei halber Genauigkeit (FP16) bereitstellt. Im Vergleich zu einen Cortex-A73-Vierkern-Cluster soll eine 25-fache Performance geboten werden, die Effizienz fällt 50 mal höher aus.

Punkten will Huawei auch bei seinem LTE-Modem, das die aktuell höchsten Übertragungsraten bieten soll: Nicht zuletzt Dank der 4x4-MIMO-Technologie werden bei Downloads übertragungsraten von bis zu 1,2 Gb/s bewerkstelligt, beim Upload sind bis zu 150 Mb/s möglich, was der Kategrorie 18 bzw.13.

Der Chip wird erstmals in Huaweis Mate 10 verbaut, das im Oktober vorgestellt werden soll und dürfte danach in den weiteren Flaggschiffen des Herstellers wie die Huawei-P10-Nachfolger oder dem Honor 10 verbaut werden.

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