OnePad: Eine neue Chance für das Webpad?

Das amerikanische Startup ETG Technologies zeigte auf der diesjährigen Internet Expo einen neuen Ansatz für das bislang recht erfolglose Konzept des tragbaren Internet-Geräts. Das OnePad sieht den Modellen aus den Zeiten des Dotcom-Boom zum verwechseln ähnlich bündelt allerdings zahlreiche Funktionen, die die erste Generation vermissen ließ. Dazu gehört Funknetz-Fähigkeit via Bluetooth und 802.11 a/b/g.

Als Besonderheit unterstützt das OnePad VoIP. Per simpler Breitband-Internet und Berühren des Zieben-Zoll-Displays (800 mal 600 Pixel Auflösung) lassen sich SIP VoIP-Telefonverbindungen über das Internet aufbauen. Das Gerät bietet zudem eine 40 GByte fassende Festplatte sowie Windows CE als Betriebssystem.

Firmengründer Phil Richardson will das OnePad auf der im kommenden Januar in Las Vegas stattfindenden CES 2005 offiziell anzukündigen. Unterdessen sucht er nach einem Hersteller, der Interesse hat, das Gerät in Stückzahlen herzustellen und in den Handel zu bringen. Als Preis sind 500 Dollar anvisiert.

Webpads waren ein Symbol des schier unendlichen Innovationsschubs des Dotcom-Booms. Das Produktsegment war allerdings wenig ausgereift und brachte meist nur Produkte hervor, die zu wenig Funktionalität zur Verfügung stellten und dabei viel zu teuer waren. Dies galt insbesondere für 3COMs "Audrey", eines der wenigen Webpads, die überhaupt den Einzelhandel erreichten. Ohne Batterie, ohne Funknetzfeature und lediglich mit einem 56K-Modem ausgestattet, nahm der Hersteller das damals 500 Dollar kostende Gerät bereits drei Monate nach seinem Start wieder vom Markt.

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