Huawei präsentiert P9 und P9 Plus

Mit seiner P-Serie hat sich Huawei fest im Oberhaus der Smartphone-Produzenten etabliert. Dies soll mit einer Auffrischung der Modellreihe nun erneut unter Beweis gestellt werden: Schon länger kursierten die technischen Daten von drei neuen Modellen durchs Netz, die sich allerdings nicht im vollem Umfang bestätigt haben, wie nun die Vorstellung des P9 und des P9 Plus gezeigt hat.

Wie schon der Name nahe legt unterscheiden sich die beiden Modelle in erster Linie durch ihre Bildschirmgröße. Während das P9 mit einem 5,2 Zoll großen Full-HD-Display aufwartet, steckt in der Plus-Version ein Panel mit einer 5,5-Zoll-Diagonale, das über eine sogenannte Press-Touch-Technologie, also einen zusätzlich druckempfindlichen Bildschirm verfügt. In beiden Fällen setzt der Hersteller auf ein sogenanntes 2,5D-Curved-Finish, bei dem sich das Displayglas leicht nach außen wölbt.

Hinter dem Bildschirm wird jeweils mit dem Kirin 955 das aktuell leistungsstärkste HiSilicon-SoC verbaut, das neben vier Cortex-A53-Kernen vier mit 2,5 GHz getaktete Cortex-A72-Kerne von ARM mitbringt und im P9 auf ein drei Gigabyte großen Arbeitsspeicher zugreifen kann. Im P9 Plus ist der RAM sogar vier Gigabyte groß. Die Leistung dürften nur wenig über dem Kirin 950 des im Januar vorgestellten Huawei Mate 8 liegen. Der Datenspeicher stellt bei dem kleineren P9 ein Speichervolumen von 32 Gigabyte bereit, beim größeren Schwestermodell sind es 64 Gigabyte. In beiden Fällen findet sich auf diesem eine Installation von Android 6, das mit der hauseigenen EMUI-Oberfläche überzogen wird.

Mit dem größeren Gehäuse des P9 Plus ist auch ein größerer Akku möglich, der eine Kapazität von 3400 mAh bereitstellt, während der Energiespeicher im P9 noch eine Größe von 3000 mAh aufwies.

Das eigentliche Highlight soll jedoch die Dual-Kamera sein, die in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten Leica entwickelt wurde. Auf der Rückseite wurden zwei Linsen untergebracht von denen eine die Farbinformationen im RGB-Format einsammelt, während die zweite - monochrome Kamera - für die Schärfe und Kontraste zuständig ist. Sie ermöglicht eine maximale Auflösung von zwölf Megapixeln. Der Sensor an der Front ermöglicht Selfies mit einer Qualität von acht Megapixeln.

Auf dem Stand der Technik sind auch die Netzwerkschnittstellen. Der WLAN-Funkchip kann mit dem schnellen ac-Standard umgehen, das LTE-Modul unterstützt so ziemlich jedes Frequenzband und damit auch die für Europa wichtigen Bänder B3, B7 und B20. Peripherie kann drahtlos mit Hilfe von Bluetooth 4.2 angesprochen werden, daneben stehen ein NFC-Chip sowie eine Infrarotschnittstelle zur Verfügung. Für das kabelgebundene Anschließen setzt Huawei mit der P-Serie nun auch auf den USB-Typ-C-Standard. Ebenso gehört ein Fingerabdruckscanner zur Serienausstattung.

So viel Technik hat natürlich ihren Preis. Das P9 kann ab Mitte April bei den Händlern für 569 Euro erworben werden, das P9 Plus folgt einen Monat später und soll dann 699 Euro kosten. Weniger auskunftsfreudig zeigten sich die Chinesen hinsichtlich des P9 Lite, das ebenso im Vorfeld der Präsentation durch die Gerüchteküche waberte.

Erstelle einen neuen Thread im News-Forum über dieses Thema
Dieser Thread ist für Kommentare geschlossen
Noch keine Kommentare
Im Forum kommentieren
    Dein Kommentar