Spreadtrum entwickelt KI-Chip für 2018

Künstliche Intelligenz ist eines der aktuellen Modethemen geworden. Erste Möglichkeiten sollen etwa digitale Sprachassistenten von Amazon, Apple, Google, Microsoft und Samsung aufzeigen, die in Lautsprechern und Smartphones integriert werden. Sie wollen eine nützliche Hilfe bei der Organisation des Alltags werden und die Wünsche der Nutzer berücksichtigen, noch bevor sie artikuliert wurden.

Dafür wird jedoch Performance benötigt, die Chiphersteller auf gute Geschäfte hoffen lassen: Der chinesische Hersteller Spreadtrum, der hierzulande wohl noch am ehesten durch eine Kooperation mit Intel bekannt ist, die ihm die Nutzung der Airmont-Architektur für eigene Abwandlungen der Atom-CPU-Kerne erlaubt, will ins Geschäft mit der künstlichen Intelligenz einsteigen. Der Chipentwickler setzt auf ein neues SoC für Tablets und Smartphones, das mit einer Strukturbreite von zwölf Nanometern gefertigt werden und im kommenden Jahr KI-Funktionen in entsprechenden Mobilgeräten zur Verfügung stellen soll.

Weitere technische Details wurden nicht bekannt. Allerdings scheint das noch namenlose SoC Teil einer größeren Offensive zu sein. Spreadtrum will insgesamt einen größeren Anteil bei Smartphones in einem Preisbereich von 100 bis 200 Dollar gewinnen und hat dazu mit dem SC9853I einen mobilen Prozessor entwickelt, der acht auf der Airmont-Architektur basierende CPU-Kerne mitbringt, die in einer Strukturbreite von 14 nm gefertigt werden und einen Takt von 1,8 GHz leisten. Außerdem gehört ein LTE-Modem zum SoC, das Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 300 Mb/s leistet, beim Upload sollen bis zu 150 Mb/s möglich sein. Zudem hoffen die Chinesen bis 2020 auch SoCs in einem 7-nm-Prozess fertigen lassen zu können.

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