3 gegen 1: Zalman mit drei Lüftern gegen drei Standard-Kühler

Enermax ETS-T40-TA – Lautstärke und Temperatur

Das recht konservative Design und der moderate Preis lassen vermuten, dass es Enermax bei seinem Kühler-Debüt nicht gleich auf einen Angriff auf die etablierten Spitzenmodelle abgesehen hat. Vielmehr stand wohl ein gesunder Kompromiss aus Kühlleistung, Lautstärke und Preis im Fokus der Entwicklung. Und ohne den Testergebnissen vorgreifen zu wollen – dieser Spagat ist Enermax definitiv gelungen.

Der 160 Millimeter hohe Turmlüfter mit seinen 52 vernickelten Aluminium-Lamellen wiegt ohne Lüfter gut 610 Gramm, ist also ein vergleichsweise leichter Vertreter seiner Gattung. Um dennoch eine satte Kühlleistung zu erbringen, greift Enermax auf verschiedene technologische Kniffe zurück. Kleine Spoiler an den Lamellen sollen dafür sorgen, dass der Luftstrom möglichst nah an den Heat Pipes vorbeiströmt. Öffnungen in der Mitte des Kühlkörpers sollen den Kamineffekt – also das Nachströmen kühler Umgebungsluft – verstärken.

Der Enermax ETS-T40-TA verfügt über vier Kupfer-Heat-Pipes mit 6 Millimetern Durchmesser. Enermax setzt auf die Heat Pipe Direct Touch-Technologie, bei der die Heat Pipes unmittelbaren Kontakt zur CPU haben. Insgesamt funktioniert das Kühlsystem gut. Unter Testbedingungen stellt der Enermax sein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis unter Beweis und kann sowohl bei der Kühlleistung als auch bei der Lautstärke punkten. Befindet sich die CPU im Idle-Betrieb erhöht sich deren Temperatur bei voller Umdrehungszahl des Lüfters – beim Enermax sind das rund 1870 U/min – im Vergleich zur Umgebungsluft nur um 2,2 Kelvin. Bei 1000 Umdrehungen sind es 3,2 Kelvin. Steht der Prozessor unter Volllast, die wir mit Prime95 erzeugen, steigt die CPU-Temperatur um 17,2 Kelvin bei maximaler Lüfterdrehzahl bzw. um 22,2 Kelvin bei 1000 Umdrehungen an – beides gute Werte.

Beim Lüfter greift Enermax mit dem T.B.Apollish auf ein bewährtes Eigengewächs zurück. Der 120-mm-Lüfter lässt sich per PWM-Signal steuern und erreicht laut Datenblatt maximal 1800 Umdrehungen pro Minute. Er ist umgeben von einem blauen LED-Ring, der im Betrieb für ein statisches Licht sorgt. Sehr lobenswert: Der gesamte Rotor kann zur Reinigung abgenommen werden. Gelagert ist der T.B.Apollish mit den von Enermax bekannten Twister-Lagern. Bei 1000 Umdrehungen emittiert der Lüfter ein sehr geringes Betriebsgeräusch von nur 29,3 dB(A). Bei Volllast steigt der Schalldruck auf 41,3 dB(A) an – nicht mehr wirklich leise.

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4 Kommentare
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  • Anonymous
    Fazit und kaufempfehlung:

    "In leisen Umgebungen ist er hingegen nicht erste Wahl, zumal er vergleichsweise teuer ist und ihm die höhere Anzahl an Lüftern dennoch verschafft keine herausragenden Vorteile gegenüber den anderen Kühlern im Testfeld"

    ...Anzahl an Lüftern dennoch keine herausragenden Vorteile gegenüber den anderen Kühlern im Testfeld verschafft?

    besser oder?
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  • arutha87
    Koennte man auf den M612Pro nicht auch den TY-140 (vom Macho) schnallen? Ich weiss, das ist nicht Sinn der Uebung, aber besser sollte der schon sein.
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  • mcschp
    Warum 3 gegen 1? Drei Lüfter gegen 3 Kühler...ist das nicht 3 gegen 3? Wer bearbeitet denn solche Artikel nur?
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  • mun
    du hast den artikel nciht gelesen ^^ es geht ja auch um den zalman mit 3 (drei) lüftern statt einem :D (3 gegen eins)
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